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Lügner erkennen (Auffällige Verhaltensmuster) Teil 2
Stress oder Passivität – wie versteckt man eine Lüge?
Auffällige Verhaltensmuster bei Menschen können mehrere Grundsachen haben. Wir sind alle unterschiedlich und so sind auch unsere Reaktionen auf verschiedene Ereignisse anders. Manche Menschen, die normalerweise voller Energie und Lebenslust sind können in kritischen Situationen zu den ruhigsten, schüchternsten Menschen überhaupt werden. Umgekehrt werden ruhige Personen arrogant und aggressiv.
Untersuchungen von Verhaltenspsychologen bestätigen: wenn man etwas ungewöhnliches, gefährliches macht, ändert man sich automatisch. Es ist eine Frage von Disziplin und Übung wann man diese Verhaltensmuster bewusst kontrollieren kann.
- Lügen heißt einen Risiko eingehen. Wie geht man mit diesem Risiko um?
- Lügen heißt etwas verstecken. Indem man unsichtbar oder ablenkend wird?
- Lügen heißt bewusst das Vertrauen des anderen auf dem Spiel zu setzen.
Auffällige Verhaltensmuster
Indem eine Lüge ausgesprochen wird geht man einen extra Risiko ein.
Darunter verstehe ich folgendes: in den meisten Fällen lügt man deshalb, weil man die Verantwortung für eine Unanehmlichkeit nicht übernehmen möchte zum Beispiel. Mit der Lüge aber wird die Dimension dieser Unannehmlichkeit vertieft, da man sich von der Wahrheit und von der Lösung des Problems entfernt. Es entsteht eine Stresssituation, mit der man so gut wie möglich umgehen soll. Das Geheimnis des Lügens besteht darin es so natürlich und wahr wirken zu lassen wie nur möglich.
Wirkt es natürlich dann wirkt es auch wahr. Aber wie geht das eigene Gewissen mit der Tatsache um, dass man jeder Zeit ertappt werden kann? Manche Menschen können diesen Stress ertragen indem sie auffällig ruhiger werden – in einem negativen Sinn. Man geht davon aus, wenn man sich zurückzieht, weniger mit der belügten Person interagiert, dann kann man die Unannehmlichkeiten einer Entdeckung der Lüge ausweichen. Am meistens ist dieses Benehmen bei den Leuten auffallend, die normalerweise die lustigsten sind.
Andere versuchen mit der entstandenen Stresssituation so umzugehen, dass sie die Aufmerksamkeit der Person ablenken. Man verhält sich auffallend energisch und arrogant, antwortet auf Fragen gereizt oder sogar wütend und lenkt somit die Aufmerksamkeit mehr auf sich selbst als eigentlich gewünscht.
Wenn man das Lügen des anderen erkennen will muss man immer daran denken, dass die Lügner sich im klaren sind, dass sie mit dem Vertrauen der belügten Person spielen. Bei manchen kann das starke psychische Dilemmas erwecken und dadurch einen labilen psychischen Zustand. Im Rahmen eines längeren Gesprächs kann man dann ruhig auf das Vertrauen angehen und es ist nur eine Frage der Zeit bis die Nerven es nicht mehr aushalten werden. Und dann kommt die Wahrheit zur Licht.
Lügen entlarven mit verbalen Tests
Die Wahrheit enthüllen durch Reden
Manche glauben die Wahrheit kann nur durch Überwachung und Spionage entdeckt werden, andere sind der Meinung die Meister des Lügenerzählens zu sein.
Es gibt aber einige Tricks, mit denen man jederzeit die falsche Aussagen enthüllen kann, ohne einen großen Aufwand. Alles was man dafür benötigt ist eine entsprechende Location, am besten an einem gemütlichen Ort, wo der Lügner entspannt ist und kooperativ was es den Gespräch angeht; und ein wenig Redekunst seitens des Fragenden.
- Auf die Gesichtsaktivität achten
- Körpersprache verstehen und Auffälliges erkennen
- Richtig zuhören, richtig schauen
Lügen entlarven mit verbalen Tests
Die verbale Test bestehen einerseits aus durchdachte, gezielte Fragen, die am Anfang als unauffällig, ungefährliche Erkundigungsfragen erscheinen und sich dann im Verlauf des Gesprächs als kaltblütige und kalkulierte Interrogationsfragen entpuppen.
Andererseits findet bei solchen Tests ein spannendes Katzen-Maus Spiel zwischen den zwei Beteiligten statt. Der Befragte versucht so lässig und ruhig zu wirken wie möglich. Seine Worte beinhalten die falsche Information und seine Körpersprache versucht diese dann zu maskieren. Doch manche Signale können auch dem geschicktesten Lügner entkommen, und genau auf diesen soll der Fragende immer achten.
Bestimmte Mikroexpressionen wie das häufige Blinzeln oder falsches Lächeln. Letzteres ist einfach zu bemerken wenn man genau hinschaut. Die Lippen scheinen ein Lächeln zu zeigen, doch die Augen bleiben unbewegt – bei einem wahren Lächeln erscheinen einzelne Falten um die Augen, die ganze Gesichtsmuskulatur bewegt sich. Weiterhin können plötzliche Gefühlsausbrüche oder Innehalten von Emotionen auf die Unsicherheit des Menschen hindeuten so wie das Nachplappern. Man soll den Lügner immer so lange aussprechen lassen wie es ihm nur lieb ist. Wird das auffällig lange ausgenutzt, kann da etwas falsch sein – und wenn man ihm Zeit genug gibt wird sich die Zielperson früher oder später selbst verraten. Eine Lügengeschichte ist oft immer schwerer zu kontrollieren. Je mehr man ins Detail geht, desto größer die Wahrscheinlichkeit der gegensätzlichen Aussagen. Zu oft ausgesprochene Glaubwürdigkeitsphrasen betonen die Unsicherheit, die hinter dem Gesagtem steht.
In den meisten Fällen kommt man am Ende zu der gewünschte Information, doch falls diese Technik sich als unzureichend erweist oder der Objektivitätfaktor bemängelt wird, dann kann man die Befragung mit einem technischen Gerät, einem Lügendetektor durchführen. Ein Polygraph von luegendetektor.net arbeitet mit 3 Mess-Methoden und kann bei richtiger Bedienung eine Genauigkeit von über 95% aufweisen.
